Exkursion zum Schopflocher Moor
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Die ganztägige Exkursion zum Schopflocher Moor auf der Schwäbischen Alb, sollte den Schülerinnen und Schülern des 4-stündigen Biologiekurses von Frau Mergner einen Einblick in das Naturschutzgebiet gewähren.
Das Naturschutzgebiet in der Nähe von Kirchheim/Teck ist ein Rückzugsgebiet für bedrohte Tier- und Pflanzenarten und in seiner Art einmalig auf der Schwäbischen Alb. Durch verwittertes Vulkangestein, das eine wasserundurchlässige Schicht bildet und durch hohe Niederschläge, entstand ein Moor. Das Moor selbst ist heute allerdings nur noch ein Schatten seiner selbst, vernichtet durch den Menschen, der dort jahrhundertelang Torf gestochen hat. Zu Beginn wurden zwei Gruppen gebildet. Die erste Gruppe wurde mit Bestimmungsliteratur ausgestattet und durfte auf einem Feldweg um das Naturschutzgebiet auf Artenjagd gehen. Während sich die Fauna vor allem ornithologisch in Form von Feldlerchen (Alauda Arvensis) und Elstern (Pica pica) zeigte, ließen sich am Wegesrand zahlreiche Pflanzen bestimmen. Häufigste Vertreter der Bäume waren Buchen (Fagus), Ahorne (Acer) und Linden (Tilia). Näher am Boden zeigten sich Brennnesseln (Urtica), der gefleckte Schierling (Conium maculatum) und Bärlauch (Allium ursinum).Auf den Streuwiesen, die das Moor umgeben, finden sich der scharfe Hahnenfuß (Ranunculus acris), Margeriten (Leucanthemum), Wiesenklee (Trifolium pratense) und der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) als typische Vertreter. Die Schottischen Hochlandrinder, eine Form des Hausrindes die vom keltischen Ochsen abstammt, grasten unweit des Weges und sorgten für allgemeine Erheiterung. Die zweite Gruppe wurde von zwei Freiwilligen, die hier ihr freiwilliges ökologisches Jahr leisteten, durch das Moor geführt. Die Artenliste wurde auf botanischer Seite um das Schmalblättrige Wollgras (Eriophorum angustifolium), die Moor-Birke (Betula pubescens), die Espe oder Zitter-Pappel (Populus tremula), das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) und die Trollblume (Trollius europaeus) erweitert. Auf zoologischer Seite gesellte sich zunächst nur der Rotmilan (Milvus milvus) zu den anderen Arten. Die erste größere Station der Führung war eine unbewachsene Moorstelle. An einem Selbstversuch wurde die Tiefe des Torfes getestet. Ein angespitzter Stab sollte mit eigener Kraft so weit wie möglich in den Grund getrieben werden. Zur Überraschung der Meisten verschwand der Stab bis zu einer Tiefe von fast zwei Metern. Der Höhepunkt der Führung war das eigenständige Fischen im künstlich angelegten Tümpel. Zum Rotmilan kamen die Spitzschlammschnecke (Lymnaea stagnalis), Pferdeegel (Haemopis sanguisuga) und Larven vom Gelbrandkäfer (Dytiscus marginalis) und Libellen; kleinere Lebewesen wie Wasserflöhe und Rückenschwimmer (Notonectidae), sowie Wasserwanzen (Nepomorpha) wurden ebenfalls aus dem Gewässer geholt. Außerdem wurde eine Spinne herausgefischt, allerdings wurde ihre Zugehörigkeit zum Habitat Wasser angezweifelt. Nach einem stärkenden Mittagessen am Naturschutzzentrum ging es zum Abschluss der Exkursion noch auf den Aussichtspunkt Breitenstein, der unmittelbar am Albtrauf liegt. Nach dem die Aussicht genossen wurde, kam es, als biologisches Sahnehäubchen, zur Sichtung des seltenen Schwalbenschwanz (Papilio machaon). Nun war die Exkursion zu Ende, Schüler und Wetter hatten durchgehalten und alle begaben sich voller Eindrücke zu den Autos und auf die A8 Richtung Heimat.
